Über mich

 

 

Ich bin Julia Katharina Margrith Owona, Künstlerin aus Österreich. Unter dem Namen Julia Quinn arbeite ich, weil er den Raum in mir beschreibt, aus dem meine Bilder entstehen: Klarheit, Wahrnehmung, ein stiller Protest gegen die Abstumpfung unserer Zeit.

Meine Kunst entsteht in Serien und in Einzelarbeiten, weil Zustände Zeit brauchen. Jedes Werk wächst aus einer inneren Spannung. Eine Reaktion auf eine Welt, in der Empathie durch Oberfläche ersetzt wird, Wahrheit durch Selbstinszenierung und Wert durch Materialismus und Leistung. Kohle, Acryl, Holz und Fundobjekte sind Materialien mit Widerstand. Sie geben nichts her, sie verlangen Haltung. Genau dort beginnt mein Prozess.

Mein Ausdruck bewegt sich zwischen Figur, Fragment und Verdichtung. Mich interessiert der Punkt, an dem das Innere nicht mehr mitspielt im Theater der Gesellschaft, die Gefühle in Konsum übersetzt und Lebendigkeit in Funktion presst. Diese Kunst entsteht im Gegensatz zu dieser Logik. Sie hält an Tiefe fest, weil Tiefe der einzige Ort ist, an dem etwas Wahres bleibt.

Die Figuren in meinen Werken wirken ausgelaugt, brüchig, teilweise im Verschwinden. Sie tragen keine Rollen. Sie zeigen innere Wahrheit. Sie zeigen den Rest, der bleibt, wenn Identität nicht mehr mit dem Lärm mithalten will. Das ist für mich der Kern.

In der Rorschach-Serie öffnet sich ein Raum ohne Richtung. Eine gespannte Fläche, die keine Antworten gibt. Der Blick muss sich selbst begegnen. Das Bild gibt nichts vor; es hält nur aus.

Ich richte mich an Menschen, die den Verlust von Empathie spüren und sich nicht daran gewöhnen wollen. Menschen, die Tiefe nicht fürchten, weil sie wissen, dass Tiefe die einzige Gegenkraft zu dieser lauten, ausgehöhlten Kultur ist.

Diese Arbeit ist keine Dekoration. Sie ist eine Rückbindung zu den Tiefen unserer Seelen. Ein Feld, in dem nichts beschönigt wird.